Die Rechtsperson

Der Vorleser

1892/1910 - 1936

21. Vorlesung am 18.02.1912

18.02.1912
Graz

[Karl Kraus las im Rittersaal.] I. Der Traum ein Wiener Leben. — Aphorismen und Glossen (Die Feuilletonisten und die Natur / Der kleine Brockhaus / Riedau und Lido / Ostende, erster Morgen / Ein Gedanke und sieben Kreuzer / Die Vision vom Wiener Leben / Vorstellung eines Tages der Kindheit). — Die Welt der Plakate. II. Die chinesische Mauer. Als Zugaben: Das Ehrenkreuz. — Die Glossen: Der Deutlichkeit halber / Schlichte Worte / Zur Erleichterung des Lebens / Wiener Totschlag / Gefährlich / Hinaus!

Rezension des Grazer Volksblatt

Eine eigenartige Persönlichkeit hat sich Sonntag den Grazern vorgestellt, Karl Kraus, der gefürchtete Herausgeber der ‚Fackel‘. Ist einer der modernsten Schriftsteller. Und doch wird er von der fortschrittlichen Presse totgeschwiegen. Er hat das fluchwürdigste Majestätsverbrechen begangen, er hat gelästert wider den Götzen der freisinnigen Intelligenz, er hat die allmächtige ‚Neue Freie Presse‘ bekämpft! Sich diesen Kampf zur Lebensaufgabe gemacht … Glaubt nicht an Heinrich Heine!!

Signatur: 
L-137743