Die Rechtsperson

Der Vorleser

1892/1910 - 1936

Seiten

148. Vorlesung am 16.11.1919

16.11.1919
Wien

[Karl Kraus las im Kleinen Konzerthaussaal am] 16. November, ½3 Uhr:

Ouverture: Bach, Präludium G-moll.

I. Szenen aus König Heinrich VI. von Shakespeare. Übersetzt von A. W. von Schlegel (wie 21. April.)

II. Das Notwendige und das Überflüssige von Johann Nestroy. (Nach den »Beiden Nachtwandlern« vom Vorleser bearbeitet. Musik nach dessen Angabe.) Einlage: Das Lied des Federl aus »Papiere des Teufels«.

Begleitende Musik: Dr. Viktor Junk.

Der volle Ertrag (zu erhöhten Preisen: 2356·15 K) für die Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft.

203. Vorlesung am 16.10.1921

16.10.1921
Wien

[Karl Kraus las im Wiener Bürgertheater am] 16. Oktober, 3 Uhr:

I. Andreas Gryphius: Thränen des Vaterlandes (im Jahre 1636) / Monarchie und Republik / Der sterbende Soldat / Gespräch mit dem Monarchisten / Wohnungswechsel / Die Not in Wien / Aus: Ein christlicher Dreh. — Szenen: Stadtpark / im Kriegsministerium / Ringstraßencafé. — Im Untergang.

204. Vorlesung am 17.10.1921

17.10.1921
Wien

[Karl Kraus las im Festsaal des Niederösterreichischen Gewerbevereins am] 17. Oktober, 7 Uhr:

I. Jens Peter Jacobsen: Die Pest in Bergamo / Henrik Ibsen: Aus Peer Gynt III. Akt (Aases Tod) [Deutsch von Christian Morgenstern] / Detlev Liliencron: Die betrunkenen Bauern / Frank Wedekind: Die Hunde [Originalmelodie]; Der Zoologe von Berlin; Das Lied vom armen Kind [Originalmelodie] / Ferdinand Raimund: Monolog des Wurzel aus »Der Bauer als Millionär« [Aschenlied, Musik von Josef Drechsler]; Monolog des Valentin aus »Der Verschwender« [Hobellied, Musik von Conradin Kreutzer].

205. Vorlesung am 30.10.1921

30.10.1921
Wien

[Karl Kraus las im Wiener Bürgertheater am] 30. Oktober, 3 Uhr:

I. Epilog. — Der Zusammenhang der Ereignisse / Wo bleiben die Setzer? / Ein Wahrspruch / Aus: Ein christlicher Dreh. — Szene: Zwei Verehrer der Reichspost. — Alle Gebildeten begreifen / Wie es kam / Mehr Säuglingsschutz! — Szenen: Bahnhof bei Wien / Erzherzog Friedrich. — Nestroy: Dieses G’fühl … ja da glaubt man, man sinkt in die Erd’. [Ein vormärzliches Couplet mit einer zeitgemäßen Strophe].